Kunstwerkstatt - Linolschnitt

Diese Woche in der Kunstwerkstatt:

Linoldrucke

"Der Linolschnitt ist eine graphische Technik, die im Hochdruckverfahren arbeitet und im Prinzip dem Holzschnitt gleicht. Wie im Holzschnitt wird daher auch hier in eine Linoleumplatte mit speziellem Werkzeug ein Negativmuster in das normalerweise relativ feste Linoleum geschnitten. Das Material lässt sich leicht und in jede Richtung schneiden. Das fertige Negativmuster wird mit Farbe überwalzt und dann auf Papier gedruckt. Dabei wird die an den erhabenen Stellen haftende Farbe auf das Papier übertragen. Wie der Holzschnitt wurde er auch von expressionistischen Künstlern geschätzt. Maurice de VlaminckChristian RohlfsHenri MatisseM. C. Escher und Pablo Picasso haben mit Linolschnitt gearbeitet.

Für den Linolschnitt benötigt man einen Schraubhalter mit verschiedenen Schneideklingen, ein Konturmesser, einen Geißfuß, einen Flachausheber, ein Hohleisen, eine Druckpresse, Linoleum, Farbe, Farbroller und Papier.

Als Druckfarbe gibt es spezielle wasserlösliche Farben (Japanaqua) im Fachhandel zu kaufen. Mit einer Gummiwalze wird zunächst auf einer glatten Oberfläche (etwa einer Glasplatte) die Farbe verteilt und gleichmäßig aufgenommen. Dann wird die Platte eingefärbt, wobei auf eine gleichmäßige Verteilung zu achten ist. Es wird auf Papier gedruckt, das die Farbe gut annimmt, aber auch das Drucken auf Stoff und andere saugfähige Untergründe ist möglich.

Durch das Übereinanderdrucken von zwei oder mehr Farben können farbige Linolschnitte geschaffen werden. Mit transparenten Farben lassen sich im Übereinanderdruck auch Zwischenfarbtöne durch Mischung erzeugen (subtraktive Farbmischung)" (Wikipedia, 2017)